Isaak-Stiftung


Den »Isaak loslassen«: Wie die Isaak-Stiftung entstand

Theodor Rehm wurde am 1. April 1937 in eine kinderreiche, aber sehr arme Familie in Fellbach hineingeboren. Kindheit und Jugend waren geprägt vom Zweiten Weltkrieg und der Zeit unmittelbar danach. Er lernte Schreiner und arbeitete im väterlichen Betrieb, den er später übernahm. Mit seiner Frau Irma gründete er eine Familie mit sechs Kindern, drei seiner Söhne stiegen später in die Firma mit ein. Ein Unfall im Betrieb im Jahr 2003 beendete Theodor Rehms berufliche Laufbahn jäh: Nach einem Sturz mit Jochbeinbruch und langer Genesungszeit waren die Söhne gezwungen, die volle Verantwortung für das gewachsene Unternehmen in Neckartailfingen zu übernehmen. Nur beratend stieg Theodor wieder mit ein.

Bereits in seiner Kindheit durch Schock und Schrecken des Krieges zum Stotterer geworden, fand Theodor Halt in einem christlichen Jungmännerkreis des CVJM in Pfullingen. Immer besser bekam er sein Handicap in den Griff, wenn man ihn heute erzählen hört, kann man kaum glauben, wie schwer ihm das Reden früher fiel. Bald engagierte sich das Ehepaar in der Kinderevangelisationsbewegung (KEB), viele Jahre war Rehm stellvertretender Vorsitzender der KEB Deutschland. Seit 1977 ist er Prädikant in der evangelischen Kirche.

Die Internationale Vereinigung christlicher Geschäftsleute (IVCG) wurde Rehms geistliche Heimat, Theodor übernahm Verantwortung in der IVCG Neckartal. Hier entstand seine Freundschaft zu Rolf und Irma Rubow, die in Tübingen ein großes Elektrogeschäft betrieben. Rehm ist bis heute begeistert von deren »missionarischer Freude, mit der sie Menschen für Gott gewannen«.

Doch Rubows gerieten mit ihrer Firma durch den gleichzeitigen Wegfall größerer Auftraggeber wirtschaftlich in starke Bedrängnis. Im Hauskreis eröffneten sie ihren Freunden die große finanzielle Not. Nach einer gewissen Bedenkzeit entschlossen sich Theodor und Irma Rehm zur Hilfe. »Theodor konnte schon immer gut mit Geld umgehen«, sagt seine Frau. Durch Grundschulden übernahmen sie das Firmengebäude in Tübingen, verhandelten mit der Bank und den Lieferanten des Elektrobetriebs – und konnten Rubows durch die Insolvenz führen und ihnen ermöglichen, im eigenen Gebäude wohnen zu bleiben.

Danach entschlossen sich Rehms, den neuen Besitz, den sie nun erworben hatten, in eine Stiftung einzubringen. Sie fragten sich: »Was brauchen wir einen Besitz, ein Gebäude in Tübingen?«

»Lass Deinen Isaak los« – Besitz ist Gabe Gottes und Rehms haben erlebt, dass Freigeben von Liebgewordenem große Freiheit und Gnade Gottes bedeuten kann. Schon Rubows hatten ihren Besitz, ihr Lebenswerk loslassen müssen, nun wurden sie mit aufgenommen in den Stiftungsrat der Isaak-Stiftung. Im Loslassen hat Gott dem Abraham seinen Sohn Isaak neu geschenkt. Dieses Ereignis sollte für die Stiftung namensgebend sein. Und seit Dezember 2005 steht somit dieser materielle Besitz im Dienste Gottes und vieler Missions-Projekte, die von den Mieteinnahmen unterstützt werden können.

In Renovierungen und einen Anbau wurde investiert, doch die Überschüsse fließen in vollem Umfang in die Mission. Die Verwaltung der Stiftung geschieht ehrenamtlich. Vor einem Jahr konnte Theodor Rehm die Leitung der Stiftung in jüngere Hände geben, seither ist Schorsch Mühlhäuser aus Calw Vorsitzender, unterstützt von einem engagierten Kreis von Stiftungsräten. Das Ehepaar Rubow ist inzwischen verstorben.

Theodor Rehm kann nun, unmittelbar nach seinem 80. Geburtstag, gelassen auf die Geschicke seiner gut aufgestellten Stiftung blicken: Sein »Isaak« liegt in den Händen Gottes und eines klugen Leitungsteams, missionarische Projekte können nachhaltig unterstützt werden. Zustiftungen, Durchstiftungen und Spenden kommen unmittelbar den gewünschten Aufgaben zugute, wie Theodor Rehm betont. Und: »Stiften baut Brücken zu Menschen, die uns sonst fern sind, in der Diakonie, in sozialen Werken und in der weltweiten Mission.«

Kontakt

Isaak-Stiftung
Stuttgarter Straße 105
75365 Calw
Tel.: 07051-90 80 50
Fax: 07051-92 80 70
E-Mail: info@smcalw.de

»humedica« bringt wirkungsvolle Hilfe

Eines der Werke, das wir unterstützen, ist »humedica e.V.«, eine internationale Nichtregierungsorganisation, die seit ihrer Gründung im Jahr 1979 in über 90 Ländern unserer Erde humanitäre Hilfe leistet.

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Ethos-Interview

»Ein Stotterer findet Worte ewigen Lebens« – Theo Rehm über sein Leben und die Beweggründe für die Isaak-Stiftung.

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Über uns

Den »Isaak loslassen«: Wie die Isaak-Stiftung entstand, erfahren Sie in einem ausführlichen Text oder im Video-Interview mit Theodor Rehm, dem Gründer der Isaak-Stiftung.

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